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Hugo Ball

 

 

 

 

 

Seepferdchenund Flugfische

 

tresslibessli  nebogen  leila

flusch  kata

ballubasch

zack  hitti  zopp

zack  hitti  zopp

hittibetzli  betzli

pruschkata

ballubasch

faschkitti bimm

 

zittikitillabi  billabi  billabi

zikko  di zakkobam

fisch  kitti  bisch

 

bumbalobumbalo bumbalo bambo

zitti  kitillabi

zack  hitti  zopp

 

treßli  beßli nebogen grügrü

blaulalaviolabimini bisch

violabimini  bimini bimini

fusch  kata

ballubasch

zick  hiti  zopp

 

(1917) 

 

 

Gadji Beri Bimba

 

gadji beri bimba glandridi laula lonni cadori

gadjama gramma berida bimbala glandri galassassa laulitalomini

gadji beri bin blassa glassala laula lonni cadorsu sassala bim

gadjama tuffm i zimzalla binban gligla wowolimai bin beri ban

o katalominai rhinozerossola hopsamen laulitalomini hooo

gadjama rhinozerossola hopsamen

bluku terullala blaulala loooo

 

zimzim urullala zimzim urullala zimzim zansibar zimzalla zam

elifantolim brussala bulomen brussala bulomen tromtata

velo da bang bang affalo purzamai affalo purzamai lengado tor

gadjama bimbalo glandridi glassala zingtata pimpalo ögrögöööö

viola laxato viola zimbrabim viola uli paluji malooo

 

tuffm im zimbrabim negramai bumbalo negramai bumbalo tuffm i zim

gadjama bimbala oo beri gadjama gaga di gadjama affalo pinx

gaga di bumbalo bumbalo gadjamenga

gaga di bling blong

gaga blung

 

 

 

 

Hugo Ball, 1. Dadaabend, Eröffnungsmanifest:

"Ich will keine Worte, die andere erfunden haben. Alle Worte haben andere erfunden. Ich will meinen eigenen Unfug, und Vokale und Konsonanten dazu, die ihm entsprechen. Wenn eine Schwingung sieben Ellen lang ist, will ich füglich Worte dazu, die sieben Ellen lang sind. Die Worte des Herrn Schulz haben nur zwei ein halb Zentimeter.

Da kann man nun so recht sehen, wie die artikulierte Sprache entsteht. Ich lasse die Laute ganz einfach fallen. Worte tauchen auf, Schultern von Worten. Beine, Arme, Hände von Worten. Ay, oi, u. Man soll nicht zu viel Worte aufkommen lassen. Ein Vers ist die Gelegenheit, möglichst ohne Worte und die Sprache auszukommen. Diese vermaledeite Sprache, an der Schmutz klebt wie von Maklerhänden, die die Münzen abgegriffen haben. Das Wort will ich haben, wo es aufhört und wo es anfängt.

Jede Sache hat ihr Wort. Da ist das Wort selber zur Sache geworden. Warum kann der Baum nicht Pluplusch heißen, und Pluplubasch, wenn es geregnet hat?"

 

 

 

 

 

 

 

 

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